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20.10.2018




Über Wolken

Ich steige auf, vom Ufer, ziehe Kreis um Kreise,
der Wind kennt meine Reise.
Aufwärts, unter mir das Meer, die Klippen,
der Brandung Tosen wird so fern, so klein, so leise,
bald hör' ich nur das Rauschen meiner Federn mehr.
Hier grüß' ich Wolken, steige weiter, der Horizont, ein wachsend Kreis
und unter mir der Wolken Weiß.
Glück ruft aus mir, ich stürze mich in freien Fall,
mit einstgen Freunden durch das Jetzt.
Wir kreiseln, beenden unser Fallen und heben uns erneut und umeinander
und kreisen immer enger, immer näher,
wir scheinen zu berühren, gemeinsam trudelnd uns zu halten,
fallend und uns lösend und aus dem Fallen steigend um erneut zu fallen,
gemeinsam, durch die Wolken, mit rauschendem Gefieder, herab zu uns'ren Klippen,
den Felsen, die aus vergang'nem Jenseits weit in ferne Zukunft reichen
und noch Heimat sind, für mich.

© Stefan Johannes

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Der Weißbunte Rabe, eine Varietät des Kolkraben, die nur auf den Färöern vorkam, wurde vom Menschen zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts ausgerottet.
Das Album beleuchtet mit seinen 7 Liedern ebendiese Zeit aus möglicher Perspektive des letzten damals lebenden Weißbunten Raben.

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